Hebammen für Deutschland e.V.

Eine Initiative zum Erhalt individueller Geburtshilfe.

Filmstart: among us women

Filmstill aus der preisgekrönten Dokumentation AMONG US WOMENAllen medizinischen Ratschlägen zum Trotz möchte die junge Huluager zu Hause gebären. Zwischen Tradition und Moderne, patriarchalen Strukturen und der komplexen Kraft des weiblichen Zusammenhalts ringen die Frauen und Hebammen im Dorf Megendi mit ihrer Beziehung zu ihren Körpern, zueinander, und zu all jenen, die für sie entscheiden wollen.
Die Bilder und Erfahrungen der Frauen und Fachfrauen aus Äthiopien haben eine große Kraft und berühren trotz der Unterschiede überraschend ähnliche Fragen und Themen rund um Geburt und Geburtshilfe.

Die preisgekrönte Dokumentation „Unter uns Frauen – Geburt in Megendi“ von Evolution Film startet am 01.11. im ZDF und wird auf zahlreichen Festivals gezeigt.
Aktuelle Filmvorführungen:
29.01.23, 12 Uhr, Bern – mit Erzählcafé bei äthiopischer Kaffeezeremonie
02.02.23, 20.30 Uhr, Berlin– mit Erzählcafé
(weitere Termine stellen wir auf unserer Erzählcafé-Website ein).

Für eine öffentliche Filmvorführung plus Erzählcafé können Sie das Filmteam und die Erzählcafé-Aktion anfragen.
Um konkret etwas für Frauen, Fachfrauen und Familien zu verändern, können Sie gemeinsam den Film in der ZDF-Mediathek ansehen und sich im Anschluss in einem privaten Erzählcafé erzählend über Ihre Erfahrungen austauschen. Ob mit oder ohne Namen, schicken Sie uns im Anschluß Ihre Statements, Wünsche, Fotos und Feedbacks für unsere Galerie, damit sie öffentlich „wirken“ können und etwas verändern.

> Impact Campaign für Hebammentrainings
Das Filmteam und die Erzählcafé-Aktion möchten mit diesem Angebot Hebammen in Ausbildung und im Beruf ins Gespräch bringen.

Ein Film über Geburt, Empowerment und Frausein, in einer sich verändernden Gesellschaft!

> Film-Website
> ZDF Mediathek

Schwangerenvorsorge in Hebammenhand

Wir haben die Erstellung der Broschüre „Schwangerenvorsorge in Hebammenhand“ unterstützt, die von acht Hebammen für ihre Kolleg*innen zusammengestellt wurde.
Schwangerenvorsorge gehört zu den originären Hebammentätigkeiten, die uns viele Möglichkeiten eröffnen, Schwangere physiologisch und emotional zu begleiten.
Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag in der Präventionsarbeit und können Frauen darin bestärken, informierte Entscheidungen zu treffen.
> Vorschau blätterbares PDF
Die Broschüre wurde aktuell überarbeitet und kommt im Dezember in der 2. Auflage heraus. Sie kann gegen eine Schutzgebühr per Email bestellt werden.
> zur Bestellung

Update zum 6.12.2022: Die Petition war erfolgreich!

Am Freitag Nachmittag wurde das Krankenhauspflegeentlastungsgesetz im Bundestag beschlossen. Damit bleiben die Hebammen auf den Stationen weiterhin im Pflegebudget ab 2025. Darüber hinaus werden auch in Zukunft die Hebammen in den Kreißsälen aus dem Pflegebudget refinanziert. Die Geburtshilfe wird für 2023 und 2024 außerdem mit jeweils 120 Mio. € unterstützt.
Die 1,6 Mio. Menschen, die die Petition von Michelle Franco unterzeichnet haben, haben diesen großartigen Erfolg möglich gemacht! Vielen DANK!
> zum Update

Hintergrund: Bald Kliniken ohne Hebammen?

HfD e. V. befürchtet die Abwanderung von Geburtshelferinnen aufgrund GKV-Finanzstabilisierungsgesetz

Hebammenvertretungen und Kliniken sind alarmiert: Das am 20. Oktober 2022 vom Bundestag beschlossene, sogenannte GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) hat die Berufsgruppe der Hebammen „vergessen“. Die Folge: Hebammenstellen auf den Wochenbett- und Pränatalstationen können künftig kaum noch von den Kliniken finanziert werden. Das hat gravierende Folgen für die Versorgungsqualität der zu betreuenden Frauen und Neugeborenen.

Das neue Gesetz trifft Kliniken und Hebammen mit voller Wucht!

Hinzu kommt, dass seit Januar 2022 die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) gilt. Sie regelt, dass Hebammenstellen auf den Wochenbettstationen und in der Pränatalversorgung nur noch zu 5 bis 10 % angerechnet werden können – statt der bisherigen vollen Anrechnung.

Verfehlungen und Unterlassungen in der Gesundheitspolitik haben in den letzten Jahren viel zusätzliches Leid hervorgebracht. Damit meinen wir vor allem den Mangel an Menschlichkeit, Empathie und Respekt für den Anfang und das Ende unseres Lebens.

Wie ein Brennglas hat die Pandemie gezeigt, wie oft Schwangere mit ihren Fragen und bei der Geburt allein gelassen werden. Daher ist der werdende Vater oder die Begleitperson häufig eine wichtige Unterstützung und Hilfe, aber zugleich fehlt es an gezielter Begleitung der Väter.

Das wollen wir ändern, u.a. durch Erzählcafés für Väter und den Väterflyer „Respekt Mann, Du wirst Vater!“ von Stefanie Schmid-Altringer und Martina Bürger.

Interessierte Männer können sich damit kurz & knapp auf die Zeit vor, während und nach der Geburt vorbereiten. Wichtige Links können sie mit QR-Codes abrufen, u.a. Adressen von hilfreichen Angeboten für Väter.

Wir wollen, dass Väter nicht mehr als Nummer 2 im Kreißsaal dabei oder sogar „im Weg“ stehen. Sie sollen zukünftig als wichtiger Teil des Geburtsteams gesehen und einbezogen werden. Die Gesundheit der Männer muss dabei stärker berücksichtigt werden als bisher. Dies kommt der ganzen Familie während und nach der Geburt zugute!


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Für die zukünftige Elterngeneration…

… vermittelt das Wissensvideo ‚Schwanger & Geburt‘ auf ansprechende Weise Wissen über Schwangerschaft und Geburt, ist nah an der Realität von Eltern und macht dennoch keine Angst!

Unser Dank dafür dem YouTuber BYTEthinks.

Neue Erzählcafé-Reihe: Es war eine schwere Geburt…
… und vieles kam anders!

Jede Schwangerschaft, jede Geburt ist besonders und nicht immer verläuft alles wie erwartet. Wünsche und Hoffnungen erfüllen sich nicht immer. Vielleicht sind wir enttäuscht oder gar verletzt vom Geburtserlebnis oder dem Wochenbett, fühlen uns missverstanden oder finden uns in der Mutter- bzw. Vaterrolle schwerer zurecht.

Ihr seid eingeladen, mit erfahrenen Fachkräften aus dem Bonner Netzwerk Frühe Hilfen im geschützten Raum des Erzählcafés über Eure Erfahrungen zu sprechen, auch wenn sie schon länger zurückliegen. Ihr könnt einmal kommen oder mehrfach, so wie es euch guttut. Hier wird nicht bewertet oder diskutiert, sondern mitfühlend zugehört.

Erzählen ist heilsam: Damit aus einer belasteten Erfahrung kein Tabu wird, gibt es ab Mai 2021 in Bonn ein offenes, kostenfreies Angebot für Eltern.

Kooperation: Hebammen für Deutschland e.V. und die bundesweite Erzählcafé-Aktion mit den Bonner Schwangerschaftsberatungsstellen EVA und esperanza, der Katholischen Familienbildungsstätte Bonn, dem Haus der Familie in Bad Godesberg und der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen.

Das komplette Programm hier im PDF, die Termine finden sich auf der Erzählcafé-Website.

Kulturwandel in der klinischen Geburtshilfe

Die neue Leitlinie „Die vaginale Geburt am Termin“ ist ein Meilenstein für die klinische Geburtshilfe. Sie stellt evidenzbasierte, interprofessionelle Zusammenarbeit und besonders die Bedeutung der Hebamme bei der Betreuung der physiologischen Geburt in den Vordergrund.

Bahnbrechend ist, das Elternvertreter*innen (Mother Hood) den Prozess begleitet haben und eine frauenzentrierte Geburtshilfe festgeschrieben wurde, die u.a. beinhaltet:

  • dass Bedürfnisse von Frauen und Neugeborenen berücksichtigt werden
  • eine ergebnisoffene Aufklärung zu den möglichen Geburtsorten 
  • die 1:1 Betreuung der Geburt durch eine Hebamme 
  • die Abkehr von etablierten Routinen ohne medizinische Evidenz
  • dass Mutter und Kind so rasch wie möglich die Bondingphase nach der Geburt ungestört erleben können.

> Link zur Leitlinie (Kurzfassung)

Die Erzählcafé-Aktion hat aktuell die 'Birthstories' gestartet.

Unter dem Motto ‚Vom Leben lernen‘ sammeln wir europaweit Geburtsgeschichten, damit sich unsere Geburtskultur ändert und die Bedürfnisse von Eltern ernst nimmt. Schicken Sie uns Ihre Geburtsgeschichte oder Erfahrungen zu einem bestimmten Thema der Geburtshilfe, gerne auch als Video, Audio oder Foto. Wir werden alles „in Form“ bringen und ohne Namen veröffentlichen. Historische Gegenstände, Geburtsanzeigen oder alte Briefe über Geburt können Sie uns als Foto mailen.
Machen Sie mit, damit andere aus Ihren Erfahrungen lernen.

Jeden Monat gibt es neue Geburtsgeschichten, zum Beispiel von einer Seelsorgerin in Basel, von Müttern, Vätern, Großeltern, Jugendlichen und Migrant*innen. Lassen Sie sich berühren und schauen Sie immer wieder mal vorbei.

Mehr Infos: www.erzaehlcafe.net

Herzliche Grüße und in guter Hoffnung auf das Licht am Ende des Tunnels!

Bleiben Sie uns weiter treu und unterstützen Sie unsere Arbeit gern mit Ihrer Spende.

Ihre Hebammen für Deutschland

Hebammen für Deutschland e. V. ist ein Zusammenschluss von Hebammen, Eltern, Ärztinnen und Ärzten sowie vielen anderen Engagierten. Uns alle eint ein Ziel: Wir wollen die individuelle Geburtshilfe in Deutschland erhalten. Dazu sind wir eng vernetzt mit anderen Initiativen zur Geburtskultur.