Regressanprüche der Krankenkassen:

Durch das Einklagen von Regressforderungen erzielen Sozialversicherungsträger einen Anteil von bis zu 10 % ihrer Einnahmen.

Neben Schmerzensgeld und Pflegekosten gibt es seit 1995 Urteile aus höheren Gerichtsinstanzen, die den Sozialversicherungsträgern Schadenersatzansprüche zusprechen. Die zugesprochenen Summen sind seitdem kontinuierlich gestiegen, da immer weitreichendere Versorgungsansprüche geltend gemacht werden. Fälle mit geburtshilflichem Zusammenhang gehören zu den teuersten Haftpflichtfällen überhaupt. Neben Schmerzensgeld, Pflege- und Behandlungskosten, wird vom anzunehmenden Verdienstausfall des Kindes über die Betreuung durch ein Elternteil das Leben zweier Menschen abgesichert.

Durch die Beweislastumkehr begründen sich viele Urteile auf mangelhafter Dokumentation und Aufklärung. Dies hat in der Geburtshilfe zu einem enormen Dokumentationsaufwand und einer ausführlichen Risikoaufklärung geführt, um sich juristisch abzusichern.