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Mittwoch, 21.03.2018 (Kommentare: 0)

Hebammenwesen nominiert internationale Unesco-Liste!

Im Oktober 2015 hatte Hebammen für Deutschland e.V. (HfD) gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband e.V. (DHV) und dem Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands BfHD e.V. bei der Deutschen UNESCO-Kommission die Aufnahme des Hebammenwesens beantragt, im Oktober 2016 wurde es in das Verzeichnis aufgenommen.

Deutschland möchte nun das Hebammenwesen für die internationale UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes nominieren. Damit folgt es einer Empfehlung des Expertenkomitees der Deutschen UNESCO-Kommission.

Prof. Dr. Christoph Wulf, Vorsitzender des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe,dazu: „Etwa 20.000 Hebammen in ganz Deutschland leisten jeden Tag sehr wertvolle Arbeit. Ihr Wissen und ihre weitreichenden Fähigkeiten sind essenziell für Geburten hierzulande... Doch führen heute in Deutschland Überlastung und hohe Haftungsrisiken zu oft schwierigen Arbeitsbedingungen für Hebammen. Mit der Nominierung dieser Kulturform für die internationale UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes wollen wir einmal mehr auf die sehr wertvollen Kompetenzen der Hebammen sowie auf die Notwendigkeit der Erhaltung und Weitergabe ihres Wissens und Könnens aufmerksam machen.“

Zur offiziellen Nominierung in Berlin trafen sich Lisa von Reiche, Hebamme, von HfD e.V. und Deike Terruhn, die Mutter, die alles angestossen hat, mit den Vertreterinnen der Hebammenverbände, Susanne Steppat/DHV und Reinhild Bohlmann/BFHD am 27.3.2018.

Es ist die 5. Nominierung überhaupt und die erste zu einem körperbezogenen, medizinischen Thema.
Bisher haben nur Deutschland und Kolumbien das Hebammenwesen national als immaterielles Kulturerbe anerkannt.
Jetzt machen wir uns auf den Weg die Bewerbung für die internationale Liste auszuarbeiten!

Dabei können wir Unterstützung gebrauchen:
Wer hat Kontakte zu Hebammen rund um die Welt, die in ihrem Land mal nachfragen könnten?

Artikel/Links dazu:
www.unesco.de
www.stuttgarter-zeitung.de

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