Neuigkeiten

24/05/2016

SPARKS: Mehr als nur Labor!

Motivation für gesellschaftlichen Wandel in Gesundheit und Medizin.

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24/05/2016

TAZ-Artikel: Die unterkuschelte Gesellschaft

Die Zeit nach der Geburt kann entscheidend sein für das weitere Wohlbefinden eines Menschen.

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24/05/2016

Trauma statt Glück:

Buch und Vortrag zum Thema 'Gewalt unter der Geburt'.

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Hebammenvergütung:

Die Entlassung der Hebammen in eigenverantwortliche Vergütungsverhandlungen mit den Krankenkassen und der gleichzeitigen Vorgabe aus § 71 SGB V, dass diese Vergütung an das Beitragsstabilitätsgesetz gebunden ist, macht die Hebammen in ihrer Verhandlungsfähigkeit gegenüber den Krankenkassenverbänden handlungsunfähig. Sowohl die Krankenkassen, als auch die Schiedsstelle sind lt. §134 a verpflichtet, Anpassungen gemäß Beitragssatzstabilitätsgesetz (§ 71 SGB V) prozentual, gemessen an der Grundlohnsummensteigerung, vorzunehmen. Die hier ebenfalls genannten wirtschaftlichen Interessen der Hebammen werden bisher weiterhin nicht berücksichtigt, obwohl Ende 2011 im neuen Versorgungsstrukturgesetz vom Gesetzgeber extra folgendes in der Gesetzesbegründung hinzugefügt wurde.

"Trotz vorgeschriebener Berücksichtigung des Grundsatzes der Beitragsstabilität können dabei höhere Vergütungen vereinbart werden, wenn dies erforderlich ist, um den Hebammen eine angemessene Vergütung zu gewähren."

Durchschnittlich erzielte eine freiberufliche Hebamme in Vollzeitarbeit in den Jahren 2007/08 ca. 23.300 Euro Umsatz im Jahr bei vollem unternehmerischem Risiko. Davon zu bestreiten sind Betriebsausgaben (z.B. Versicherungen, Praxismiete, Benzin, Fortbildungen), Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Hebammen sind trotz ihrer Freiberuflichkeit eine der Berufsgruppen, die rentenversicherungspflichtig sind, zahlen also Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil. Die Prämienerhöhung der Haftpflichtversicherung von 55% im Jahr 2010 hat die Gebührenerhöhung von nur 1,54% in 2010 um ein vielfaches überschritten.
Die von der Bundesregierung in 2011 in Auftrag gegebene IGES-Studie zu den Einkommensverhältnissen der Hebammen hat diesen Mißstand alarmierend bestätigt.

Schon vor der Haftpflichterhöhung lag der Stundenlohn einer Hebamme im Jahr 2007/2008 bei durchschnittlich 7,50 Euro. Nach dem Schiedsstellenspruch im Februar 2013 Zum Thema der Hebammengebühren hat die Schiedsstelle sich für 12 Prozent Erhöhung aller Vergütungspositionen ausgesprochen.

Das ist keineswegs zum Jubeln: 2,77 Euro mehr für eine Vorsorgeuntersuchung, 29,37 Euro mehr für eine dreizehnstündige Geburtsbegleitung in der Klinik und 0,07 Euro mehr Wegegeld pro Kilometer. Für den Wochenbettbesuch werden es 15 Prozent, 4,20 Euro sein.
Die detailierte Auflistung der Vergütungspositionen finden sie am Ende dieses Artikels als pdf-Datei zum herunterladen. Eine weitere Erhöhung um fünf Prozent wird es geben, wenn die Verhandlungen über notwendige Vertragsänderungen abgeschlossen sind. Es geht um  die Überführung  der gesetzlichen Definition der Hebammenhilfe aus der Reichsversicherungsordnung (RVO) in das SGB 5. Die Anpassungen sollen bis zum 1. Januar 2015 abgeschlossen sein.